Sachsenderby geht an die Gastgeber

Dresden bleibt in der NBBL kein gutes Pflaster für die Chemnitz NINERS Academy. Zehn Monate nach der letzten Auswärtspartie gegen die Titans U19 reichte es erneut nicht zu einem Auswärtssieg. Nach 58 Punkten und dem dadurch erzielten Sieg gegen die MBA in der Vorwoche, sollten 91 Punkte gegen die Korbjäger aus der Landeshauptstadt nicht reichen.

Die Geschichte des Spiels ist dann auch schnell erzählt. Zu drei mehr oder weniger ausgeglichenen Vierteln gesellte sich mit dem zweiten eines, in dem die Gastgeber 13 Punkte mehr erzielen konnten und so mit einem beruhigenden Polster den Pausentee zu genießen wussten. Die klare, aber auf Chemnitzer Seite bisweilen ungewohnte Linie der gut leitenden Unparteiischen – Susanne Winking und Anton Kotlyar – führte zu einem Foulverhältnis deutlich zuungunsten der NINERS. Oftmals war die kleine Rotation der Hausherren (vier Spieler mit 34 und mehr Minuten) wacher, präsenter und treffsicherer und konnte nur mit teils unnötigen Fouls gestoppt werden. In Halbzeit eins gelangte nur ein einziger Offensivrebound der NINERS auf den Statistikzettel. Am Ende konnte Dresden 13 Punkte aus zweiten Chancen erzielen, auch das einer der Gründe für eine letztendlich eindeutige Angelegenheit zugunsten der Mannschaft aus Elbflorenz.

Zwar konnte Chemnitz alle Freiwürfe verwandeln und Dresden „nur“ 94%, aber bei beinahe doppelter Anzahl an Chancen lagen am Ende dieser Statistik 13 Punkte zwischen beiden Teams. Zu keinem Zeitpunkt war Dresdens Nummer 12 in den Griff zu bekommen, die Effektivität von 53 spricht Bände. Ursächlich hierfür sicher auch die bereits genannte Linie des Schiedsrichtergespanns und die frühe Foulbelastung u.a. bei Arne Makowka und Jos Silbermann. Auch das Zusammenspiel funktionierte weniger gut, als im Auftaktspiel (10 Assists im gesamten Spiel).

Hoffnung keimte zu Beginn des letzten Viertels nochmals auf, schnelle Ballgewinne und effektive Abschlüsse ließen den Abstand auf fast einstellige Werte zusammenschmelzen. Dresdens Coach konterte mit zwei postwendenden Auszeiten und das Momentum auf Seiten der Chemnitzer U19 verflog leider.

Die Gäste aus Westsachsen hatten in einem durch das Trainergespann als lehrreich bewertetem Spiel (Endstand 109:91) mit Henry Schumann ihren besten Werfer (24 Punkte/ 5 Rebounds). Alle elf Spieler erhielten gut verteilte Spielzeit, wobei kein Akteur mehr als 29 Minuten zum Einsatz kam. In der noch wenig aussagekräftigen Tabelle bedeutet die Niederlage einen kleinen Dämpfer. In der nächsten Partie geht es in einem Heimspiel gegen die Basketball Löwen aus Erfurt, die bisher noch ohne Punktspiel in der NBBL und daher schwer einzuschätzen sind.

Für die NINERS spielten: Schumann (24 Punkte), Lasch (13), von Hain (10), Silbermann (9), Gregori (9), Roschnawsky (8), Makowka (6), Günther (5), Luck (4), Rinner (3) und Scharte Mendoza.

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